Billinski · Ratgeber
QR-Rechnung für Kunden in der Schweiz: der Swiss QR bill aus Shopify
In der Schweiz bezahlt man Rechnungen mit dem QR-Zahlteil: Der Kunde scannt den Code in der Banking-App, Konto, Betrag und Referenz sind ausgefüllt. Die alten orangen und roten Einzahlungsscheine gibt es seit Herbst 2022 nicht mehr. Verkaufst du über Shopify an Kunden in der Schweiz oder in Liechtenstein und lässt sie auf Rechnung zahlen, ist der QR-Zahlteil der Weg, auf dem das Geld am zuverlässigsten ankommt.
Was die QR-Rechnung ist
Die QR-Rechnung ist eine normale Rechnung mit einem genormten Zahlteil im Format A6: links der Empfangsschein, rechts der Zahlteil mit dem Swiss QR Code, dem Code mit dem Schweizerkreuz in der Mitte. Aufbau und Inhalt legen die Swiss Payment Standards fest, die für alle Schweizer Banken gelten. Im QR-Code stehen dein Konto, deine Anschrift, Betrag und Währung, eine Referenz und, wenn bekannt, die Anschrift des Kunden. Auf Papier wird der Zahlteil abgetrennt; als PDF steht er auf einer eigenen Seite am Ende der Rechnung.
Nur Konten in der Schweiz oder in Liechtenstein
Der QR-Zahlteil nennt ausschließlich Konten mit einer IBAN aus der Schweiz oder aus Liechtenstein, also mit CH oder LI am Anfang. Eine deutsche oder österreichische IBAN ist nicht zulässig, auch nicht für Zahlungen in Euro. Für den QR-Zahlteil brauchst du deshalb ein Konto bei einer Bank in der Schweiz oder in Liechtenstein, oder bei einem Anbieter, der dir ein solches Konto mit Schweizer IBAN führt.
Ohne ein solches Konto bleibt die Überweisung: Die Schweiz nimmt am SEPA-Verfahren teil, deine Kunden können in Euro auf deine IBAN überweisen. Das ist für sie umständlicher und kostet je nach Bank Gebühren.
QR-IBAN oder normale IBAN
Schweizer Banken vergeben zu einem Konto oft zwei Nummern, und beide funktionieren mit der QR-Rechnung, aber mit unterschiedlicher Referenz:
- QR-IBAN: eine eigene IBAN für eingehende QR-Zahlungen, erkennbar an der Bankenkennung zwischen 30000 und 31999 an fünfter bis neunter Stelle. Sie verlangt eine QR-Referenz aus 27 Ziffern mit Prüfziffer, die dein Kontoauszug zu jeder Zahlung zurückmeldet.
- Normale IBAN: funktioniert mit der internationalen Creditor Reference nach ISO 11649, beginnend mit „RF“ (im Standard „SCOR“), oder ganz ohne Referenz.
Mit beiden Referenzen ordnest du Zahlungen automatisch der richtigen Rechnung zu, wenn die Referenz aus der Rechnungsnummer gebildet ist. Welche Nummer dein Konto hat und ob die QR-IBAN freigeschaltet ist, sagt dir deine Bank.
Franken oder Euro
Die QR-Rechnung kennt nur zwei Währungen: Schweizer Franken und Euro. Verkaufst du über Shopify Markets in Franken, steht die Rechnung in Franken und der Zahlteil auch; ist die Rechnung in Euro, zahlt der Kunde in Euro. Frag deine Bank, wie sie Euro auf einem Franken-Konto gutschreibt und zu welchem Kurs. Auf der Rechnung selbst muss die Umsatzsteuer zusätzlich in Euro stehen, bei einer Ausfuhr also 0,00 €; mehr dazu unter Rechnungen in Fremdwährung.
Wann der Zahlteil dazugehört
Einen Zahlteil braucht nur eine Rechnung, die noch bezahlt werden muss: Kauf auf Rechnung, Firmenkunden mit Zahlungsziel, eine offene Restzahlung. Hat der Kunde im Checkout schon bezahlt, etwa mit Karte oder PayPal, wäre ein Zahlteil irreführend. Der Betrag im Zahlteil ist der offene Betrag, nicht zwingend die Rechnungssumme.
Die Lieferung in die Schweiz ist eine Ausfuhr
Die Schweiz gehört nicht zur EU, Liechtenstein bildet mit ihr ein gemeinsames Zoll- und Mehrwertsteuergebiet. Aus Deutschland ist eine Lieferung dorthin eine steuerfreie Ausfuhrlieferung (§ 4 Nr. 1 a, § 6 UStG), wenn du die Ausfuhr nachweisen kannst. Die Rechnung weist deshalb keine deutsche Umsatzsteuer aus, sondern den Hinweis auf die Steuerbefreiung.
Bei der Einfuhr erhebt die Schweiz ihre Mehrwertsteuer (Normalsatz 8,1 %) und gegebenenfalls Zoll; das zahlt der Kunde oder, wenn du die Abgaben schon im Checkout kassierst, du über deinen Versanddienst. Das Paket braucht eine Handelsrechnung für den Zoll. Versendest du viele kleine Pakete in die Schweiz, kann eine eigene Schweizer Mehrwertsteuerpflicht entstehen (Versandhandelsregelung, ab 100.000 Franken Umsatz im Jahr mit solchen Sendungen); ob das für dich gilt, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Checkliste
- Klären, ob genug Kunden in der Schweiz auf Rechnung zahlen, dass sich ein Konto dort lohnt.
- Konto mit Schweizer oder Liechtensteiner IBAN eröffnen, bei der Bank nach QR-IBAN und Euro-Gutschriften fragen.
- Die IBAN in deiner Rechnungslösung hinterlegen und eine Testrechnung an eine Schweizer Adresse prüfen, am besten mit einer Banking-App.
- Für Shopify Markets entscheiden, ob Schweizer Kunden in Franken oder Euro zahlen.
- Ausfuhrnachweise und Handelsrechnung für die Pakete einplanen.
So macht es Billinski
Unter Einstellungen → Zahlung trägst du die IBAN eines Kontos in der Schweiz oder in Liechtenstein ein, auch eine QR-IBAN. Dann hängt Billinski an jede offene Rechnung an Kunden dort einen Zahlteil mit Empfangsschein als letzte Seite, in Franken oder Euro, über den offenen Betrag: mit einer QR-IBAN mit QR-Referenz, mit einer normalen IBAN mit Creditor Reference, beide aus der Rechnungsnummer gebildet. Bezahlte Rechnungen bekommen keinen Zahlteil. Die Rechnung selbst ist eine steuerfreie Ausfuhr mit der Umsatzsteuer zusätzlich in Euro, und für das Paket gibt es die Handelsrechnung. Rechnungen mit Schweizer Mehrwertsteuer stellt Billinski nicht aus. Preise ansehen · Fragen zur QR-Rechnung
Stand Oktober 2026. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick und ersetzt keine Steuerberatung.